Zur weiteren Vernetzung der unterschiedlichen Geräte im Haushalt schaffte ich mir einen Google Chromecast an. Neben dem üblichen streamen vom Android Gerät und Chrome Browser aus unterstützt dieser seit Dezember, neben neun anderen Anwendungen, auch Plex.

Der Chromecast sieht aus wie ein etwas großgeratener USB-Stick der an den HDMI-Port und zwecks Strohmversorgung auch an den USB-Port des Fernsehers angeschlossen wird. Wird er nun ausreichend mit Strom gefüttert ist die Installation recht simple. Auf einem Rechner, mit WLAN-Fähigkeit, wird ein Chromecast-Installations-Tool ausgeführt. Dieses sucht nach dem von diesem aufgespannten WLAN um sich dort einzuwählen und die Erstkonfiguration vorzunehmen. Dabei teilt man dem Chromecast mit, in welches WLAN er sich einwählen soll.

Ab diesem Zeitpunkt ist er für alle Geräte, die sich im selben WLAN befinden, verfügbar. Dies führte bei mir dazu, dass in der Youtube und Plex App auf iOS plötzlich kleine Chromcastknöpfe auftauchten. Auch in Chrome ließ sich eine Extension installieren mit der sich Tabs, der ganze Bildschirm oder YouTube-Videos streamen lassen. Hierbei ist die Unterscheidung zwischen dem Tabs- & Bildschirm-Streaming und dem direkten streamen einzelner Medien wichtig. Beim Tabs- & Bildschirm-Streaming wird tatsächlich auf dem genutzten Rechner ein Videostream erzeugt und an den Chromcast gesendet. Wohingegen beim direkten Streamen, der Chromecast nur die Informationen bekommt was gestreamed werden soll, dieser kümmert sich dann selbst um die Erfüllung dieser Aufgabe. Dies hat den Vorteil, dass es möglich ist z.B. über die YouTube-App aufm Handy den Befehl zum abspielen einer Playlist zu geben und danach die App einfach zu beenden. Die Inhalte werden weiterhin abgespielt und es kann sich jederzeit wieder eingeklinkt werden.

Die Plex-App bietet die selbe Funktionalität, allerdings bedarf es zur Nutzung des Chromecast mit Plex derzeit noch eines aktiven Plex Passes. Damit in nächster Zeit weitere Anwendungen eine Chromecastintegration ihrem Funktionsumfang hinzufügen, bietet Google das Chromecast SDK an welches es für Android, iOS und Webseiten gibt.

Der Chromecast hat meinem weniger "smarten" Fernseher einen großen Batzen Funktionalität hinzugefügt, die einige umständliche Workarounds obsolet machen. In Q2 2014 soll der kleine Stick auch nach Deutschland kommen, bis dahin lässt er sich meist für etwa 37€ (in den USA $35) z.B. bei Amazon bestellen. Der einzige Nachteil des Imports ist, dass nicht jeder Importör dem Chromcast ein passendes Netzteil beilegt (für den Fall, dass der USB-Anschluss am Fernseher fehlt).

Im Vergleich zu einem AppleTV (in seiner jetzigen Version) der mit seiner Geschlossenheit gegenüber Drittanbietern eher nervt als spaß macht, kann ein Chromecast überzeugen. Klar, der AppleTV unterstützt AirPlay aber für die Anwendungen die ich nutze gibt es beim Chromecast durch das direkte streamen eine besser Lösung. Das SDK wird auch zu immer mehr Anwendungen führen, darunter viele Webseiten, wodurch auch die Nutzung vom Desktop aus sinnvoller wird. Wenn sich die Vermutungen bezüglich der AppleTV-Updates bewahrheiten, wird man das alles noch mal neu bewerten müssen. In der jetzigen Situation, ist der Chromecast aber einfach flexibler.

Bei mir hat sich der Chromecast bewährt.