Cult of the Lamb

In Cult of the Lamb werdet ihr vom Opferlamm zum Kult-Anführer: Zwischen Kreuzzügen baut ihr eine Basis voller Gläubiger auf, pflegt sie und mistet auch mal aus.

Cult of the Lamb
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Als kleines Lamm landet ihr eigentlich schon auf der Opferbank, werdet im letzten Moment aber von einer dunklen Gottheit verschont. Der Preis dafür: Ihr gründet in ihrem Namen einen Kult und schart immer mehr Gläubige um euch. Klingt reichlich makaber, ist aber in einen herrlich knuffigen Look verpackt.

Cult of the Lamb lebt vom Wechsel zwischen zwei Spielhälften. Auf der einen Seite zieht ihr in roguelite-artigen Kreuzzügen los, kämpft euch durch zufällig zusammengewürfelte Räume und sammelt dabei nicht zuletzt die Ressourcen, die ihr zu Hause braucht (und befreit ganz nebenbei neue Anhänger). Auf der anderen Seite kümmert ihr euch um genau dieses Zuhause: Ihr baut eure Basis aus, haltet Predigten, vollzieht Rituale und sorgt dafür, dass eure Schäfchen bei Laune und bei Glauben bleiben.

Und genau dieses Basis-Management hat mich gepackt. Nach einem fordernden Kreuzzug erstmal in Ruhe eine Viertelstunde lang die Basis umzubauen und zu pflegen, das war für mich jedes Mal der eigentliche Lohn. Selbst die unappetitlichen Pflichten gehören dazu: Eure Gläubigen hinterlassen Kot, werden krank und übergeben sich, und ihr räumt hinterher. Klingt nach Tiefpunkt, war für mich aber tatsächlich keiner, das fügt sich erstaunlich stimmig ins große Ganze ein.

Mich hat das Ganze so gefesselt, dass ich Cult of the Lamb innerhalb von drei Tagen durchgesuchtet habe. Ein zweites Mal werde ich es vermutlich nicht angehen, die große Ambition zum Wiederspielen ist bei mir nicht da. Aber dieses eine Mal war es einfach rundum top. Gespielt habe ich das Ganze übrigens größtenteils auf dem Steam Deck, wo es sich absolut perfekt macht.

Cult of the Lamb ist im Steam Store erhältlich (außerdem für Switch, PlayStation und Xbox).