*Aus Gründen bin ich derzeit in den Besitz einer Playstation Vita gekommen und kann mich durch die Mitgliedschaft bei Playstation Plus über die drei Spiele Uncharted Golden Abyss, WipEOut 2048 und Gravity Rush freuen. Da ich selbst vorher nichts über Gravity Rush gehört hatte möchte ich kurz auf meine Erfahrungen mit dem Spiel eingehen.*

Gravity Rush, ein Spiel in Cel-Shading-Optik das die Manipulation der Schwerkraft als zentrale Spielmechanik in den Fokus setzt. Als Gravikönigin Kat die unter der für ihre Berufsgruppe (der Spielehelden) üblichen Krankheit Amnesie leidet manipuliert man in verschiedensten Formen die Schwerkraft. Ganz konkret bedeutet dies das im Spiel durch den rechten Trigger in den Manipulations-Modus geschaltet werden kann. In diesem fängt Kat an zu leuchten und zu schweben. Nun kann durch ausrichten der Kamera eine Oberfläche anvisiert werden und durch erneutes drücken des rechten Triggerknopfes diese als “unten” definiert werden. Ab diesem Zeitpunkt verhält sich Kat so als würde die Schwerkraft in Richtung dieser Oberfläche wirken. In den ersten Minuten plumpst sich Kat so durch die Welt, hat man den Bogen allerdings erst mal raus lässt sich dank leichter Steuermöglichkeiten im Fall und dem schnellen Wechseln der Fallrichtung ein richtiger Flug konstruieren. Im weiteren Spielverlauf erhält man weitere Fähigkeiten wie das Gleiten auf dem Boden oder besondere Angriffe im Schwebemodus. Diese Fähigkeiten können durch in der Welt zu findende Kristalle verbessert werden. Mit der Zeit verinnert sich das Bewegungskonzept dermaßen das zu einem Großteil auf auf das altmodische Laufen verzichten werden kann.


Die offene Steampunk-Welt Hekseville, in der sich Kat bewegt, lässt genug Freiraum um das Bewegungskonzept ausgiebig auszuprobieren. Neben den Story-Missionen gibt es auch noch Challanges die meist bestimmte Teilfähigkeiten von Kat hervorheben. Der Steampunk/Anime-Stil des Spiels trägt zur Glaubwürdigkeit des Szenarios bei wobei dieses natürlich auch zu einem großen Teil Geschmackssache ist. Die Geschichte weisst im Verlauf des Spiels einige Wendungen auf und ist auch sonst recht gut inszeniert. Das Spiel hat einige Rollenspiel-Elemente wie das Hochleveln der Fähigkeiten aber auch die Möglichkeit mit Leuten in der Stadt zu reden oder sich sein eigenes Heim einzurichten.


Wo Licht ist da ist auch Schatten so wird das Kampfsystem ab dem letzten Drittel des Spiels etwas eintönig. Auch wenn der Grafikstil zu gefallen weiss könnte die Vita bestimmt noch etwas mehr als in diesem Spiel gezeigt wird. Die Musik ist sehr Stimmungsvoll wiederholt sich jedoch recht häufig.

Als Fazit kann ich nur jedem Playstation Vita Besitzer empfehlen dem Spiel eine Chance zu geben. Es gehört für mich, neben Uncharted, zu den besten Spielen die es derzeit für die Vita gibt und zeigt das es sich lohnt auch etwas experimentierfreudiger zu sein im Bezug auf neue Spielmechaniken.