*Mutig stellt sich der Held allen Gefahren. Mit seinem geerbten Schwert und Wappenschild bekämpft er mannigfaltige Gegner. Er befreit ganze Landstriche von Grasbüscheln und herumstehenden Tonvasen. Das Ziel: Finde das Monster Oceanhorn und rette die Welt!*

Das seit dem, 14. November im AppStore (für 7,99€) verfügbaren iOS-Spiel Oceanhorn erinnert nicht nur von der Geschichte her an Zelda, quasi alles schreit “Ich bin ein Clone!”. Die starke Ähnlichkeit ist für sich genommen nichts schlechtes. Bei einer solchen Orientierung an einer Vorlage bürdet man sich jedoch den Vergleich mit der selbigen auf. In welchen Bereichen Oceanhorn diesem Vergleich standhält und in welchen nicht wird am Ende des Artikels geklärt.

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In Oceanhorn spielt ihr einen kleinen Jungen, dessen Vater von dem Monster Oceanhorn vermeintlich getötet wurde. Die Welt wird durch eine böse Macht bedroht die nur durch drei mittlerweile erschöpfte Talismane besiegt werden kann. Bewaffnet mit dem ehemaligen Schwert, Schild und Notizbuches seines Vaters sowie der Halskette seiner Mutter versucht ihr das Geheimnis um Oceanhorn zu lüften. Mit eurem Boot macht ihr euch auf, die durch die Böse macht Zersprengte Welt zu erkunden. Auf den einzelnen Inseln gibt es meist drei Aufgaben die euch den Weg weisen sollen. Wie bei Zelda üblich gibt es in den Leveln oft Passagen bei denen man nur weiter kommt wenn man den richtigen Gegenstand dabei hat (z.B. Bomben). Diese Gegenstände erhält man erstmalig durch das absolvieren von Aufgaben und danach durch Drops aus Gegnern oder den eingangs erwähnten Tonvasen oder Grasbüscheln.
Aufgelockert wird das etwas eintönige Leveldesign, dass eben nicht an die Vorlage heranreicht, durch die oft fordernden Zwischenbosse die manchmal durch die sonst sehr gute Touch-Steuerung noch etwas fordernder werden.

Die Steuerung in Oceanhorn ist derzeit die best möglichste Umsetzung die mir bis jetzt untergekommen ist, trotzdem ist sie ein Kompromiss. Ich warte sehnlichst auf einen guten Game-Controller fürs iDevice, der den einzigen Vorteil der Nintendo-Konsolen und der Vita ausgleicht – die Steuerung.

Abschliessend bleibt festzuhalten, dass Oceanorn derzeit eines der besten Adventures auf iOS ist. Durch die fast schon dreiste Abkupferung von Zelda muss es sich jedoch den Vergleich mit diesem gefallen lassen. In diesem Vergleich fällt das Leveldesign negativ auf, es ist nah an der Vorlage aber es fehlt an vielen Stellen der letzte Schliff. Positiv ist die Grafik und Sound sowie die Inszenierung. Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas ist sein Geld wert und derzeit einer der besten Zelad-Clone auf iOS-Geräten welches den Spieler für 12-16 Stunden in seinem Bann hält.