*Gestrandet! Aber am Leben. Die Story von Starbound ist simpel: "Gestrandet, allein, ohne Treibstoff - Viel Glück!".*

Verwirrt wache ich in meinem Raumschiff auf scheinbar leide ich unter Amnesie, anders kann ich mir nicht erklären warum ich nun, unterstützt durch den Bordcomputer, den Umgang mit Werkzeugen und die Herstellung von allerlei anderen Utensilien erlerne. Treuherzig hoffe ich auf die Rettung meiner gestrandeten Seele von diesem verlassenen Planeten, hierfür stelle ich eine Satelitenschüssel auf und sende ein Notsignal. Statt der erhofften Abschlepphilfe kommt ein UFO, welches kleine niedliche Pinguine auf den Planeten teleportiert. Diese putzigen Wesen versuchen meinem Leben mit ihren Maschinengewehren und Panzern ein Ende zu setzen. Dabei hab ich nicht mal was gegen Pinguine. FRECHHEIT! Nach dem erfolgreichen Kampf gegen diese süßen blutrünstigen Gegner ergötzte ich mich an Bastelarbeiten mit ihren Überresten. Mir gelingt es dank meiner zuvor erlernten Fähigkeiten sogar aus ihnen eine wunderschöne neue Werkbank herzustellen. Mit dieser kann ich nun neue bessere Gegenstände herstellen die mich hoffentlich von diesem Höllenplaneten wegbringen.

Dieses Schema zieht sich durch das gesamte Spiel, töte und nutze den Loot um dich weiter zu entwickeln. Weiterentwickeln heisst dabei entweder neue Werkzeuge (meist Werkbänke) oder Kartendaten mithilfe derer, mit dem eigenen Raumschiff, in weiter entfernte Sektoren gesprungen werden kann. Diese Sektoren sind natürlich gefährlicher und somit muss sich für dortige Abenteuer entsprechend besser Ausgerüstet werden. Bessere Ausrüstung erhält man zum einen durch die eben beschriebenen Werkbänke zum anderen durch sammeln von Ressourcen (einige Updates sind auch durch Ressourcen herstellbar).
Somit entsteht ein recht fieser Motivationskreislauf, anders als bei Minecraft motiviert mich weniger der Bau besonders netter Gebäude sondern das Weiterentwickeln der Waffen, Rüstungen und anderer Gegenstände.

Auch das Erkunden von Planeten ist weitaus interessanter als es die ersten Startwelten erahnen lassen, auf späteren Planeten befinden sich Gefängnisse, Aussenposten, Forschungslabore oder Paläste die erkundet werden können. In dieses warten häufig besondere Schätze oder sogar Techupgrades, dieses sind Spezialfähigkeiten die der eigene Charakter erlernen kann und so an Mobilität gewinnt (z.B. Doppelsprung, Rocketjump, Miniteleport). Auch neutrale Händler oder gar ganze Flug-Schiffe mit Piraten und einem Händler anbord lassen sich finden. Diese verkaufen unterschiedlichste Gegenstände, die oft sehr nützlich sind. Natürlich lohnt sich der Besuch von gefährlicheren Planeten auch um mehr oder neue Erze zu finden. Wie ein hyperaktiver Hamster buddel ich mich nun seit Wochen quer durch unterschiedlichste Planetoiden um auch die letzten Erzvorkommen mein eigenen nennen zu können. Neben den typischen Ressourcen gibt es auch die Währung Pixel die durch besiegen von Gegner oder das einschmelzen von Erzen erwirtschaftet werden kann. Diese wird später beim Herstellen von Gegenständen oder den 3D-Drucker eingesetzt. Der 3D-Drucker hat zwei Funktionen mit der Scanfunktion können gefundene Gegenstände als Bauplan gespeichert werden und (gegen Gebühr) beliebig oft gedruck werden. Stirbt man auf seinen Erkundungstouren, spawned man einfach auf der Planetenoberfläche oder seinem Schiff neu. Die gefundenen Gegenstände und Ressourcen bleiben unberührt, nur das Pixel-Guthaben wird derzeit um 30% reduziert.

Warum derzeit? Starbound befindet sich noch in der Betaphase und ist somit noch in Entwicklung. In schon angekündigten zukünftigen Updates sollen upgradebare Raumschiffe, Raumschiffkämpfe oder eine durchgehende Storyline hinzukommen. Ich hoffe auf eine weitere Verbesserung der Server-Komponente da dieser sich gern mal nach ein paar Tagen vollfrisst und dann sehr langsam wird. Gerade so ein riesiges Universum läd dazu ein, dass viele Spieler gleichzeig spielen (MMO like) und sich mit ihren Raumschiffen auf Planeten besuchen können.

Starbound ist auch im jetzigen Zustand schon ein spaßiger Sandkasten, in dem viel viel viel erkundet und erforscht werden kann. Die Grafik ist gelungen und sollte bei jedem der nicht total mit Pixelart auf Kriegsfuss steht anklang finden. Als Koop-Freund würde ich jedem empfehlen, Starbound im Team zu spielen. Gerade durch die Möglichkeit verschiedene Planeten zu erforschen, kann auch zwischenzeitlich unabhängig von einander weitergespielt werden. Die Möglichkeit sich danach wieder zu treffen und die Ergebnisse auszutauschen motiviert ungemein.