Geflohen aus einem ermüdenden Bürojob in einem Großkonzern, fängst du ein neues Leben auf der, von deinem verstorbenen Großvater geerbten, Farm in Pelican Town an. Deine ersten Tage sind geprägt von harter Arbeit zum urbar machen deiner überwucherten Farm und dem Anbau deiner ersten Pflanzen.

Mit diesen Erlebnissen startet das Spiel Stardew Valley und zieht viele Spieler in seinen Bann. Als ein ziemlich unverholener Harvest Moon (Nintendo DS) Klon, besteht eure Hauptaufgabe im anbauen von Pflanzen, einschleimen bei Dorfbewohnern und Ressourcen sammeln. Dabei macht ihr schnell eure ersten Fortschritte und bekommt ein Haustier (Hund/Katze) und etwas später, mit genug Geld, auch ein Pferd. Das Geld erarbeitet ihr euch durch den Verkauf von angebauten Gemüse oder anderer Ressourcen die auch noch weiter veredeln werden können. Aufgelockert wird das Farmleben durch Besuche in der örtlichen Mine, in der Erze geschürft werden können während man sich gegen die örtlichen Höhlenbewohner verteidigen muss. Auch kann in den Teichen und am Meer geangelt werden und je nach Jahreszeit, besonders wertvolle Fische gefangen werden. Die Jahreszeiten bestimmten dabei auch stark, was angebaut werden kann. So pflanzt ihr im Frühling z.B. Kartoffeln und im Herbst Kürbisse. Im Winter jedoch lässt sich am Anfang noch kaum etwas anpflanzen, dafür kann die Winterzeit zum Angeln, die Mine und die Schleimereien bei Dorfbewohnern genutzt werden. Immer wieder gibt es besondere Feiern (angelehnt an Ostern, Halloween, Weihnachten etc.) auf denen ihr manchmal sogar durch Minispiele Belohnungen erhaltet.

Zu den großen Zielen in Stadew Valley gehört die Automatisierung der Farm. Am Anfang muss noch jede Pflanze einzeln bewässert werden. Dies lässt sich durch das Upgrade der Werkzeuge vereinfachen und später durch den Bau von Bewässerungssystemen ganz automatisieren. Auch die Tiere lassen sich mit dem Ausbau der Ställe automatisch füttern. Allgemein entwickelt Stardew Valley einiges seiner Motivation aus dem vereinfachen nerviger repetitiver Arbeitsabläufe. In der Geschichte hingegen, ist eines der großen Ziele die Reparatur des alten Community Center. Hierfür müsst ihr verschiedene Gegenstände spenden die ihr über die Jahreszeiten hinweg sammeln müsst. Für die einzelnen Etappen auf dem Weg zum wiederhergestellten Community Center, werden immer wieder neue Gebiete freigeschaltet die ihr erkunden könnt. Neben diesem Wiederaufbau könnt ihr auch eine Familie gründen. Hierfür müsst ihr nur beharrlich, unaufgefordert eurem Wunschpartner Geschenke an den Kopf werfen (hach). Irgendwann wird dieser dann klein bei geben und bei euch einziehen. Dies hat nicht nur steuerliche Vorteile, die es leider im Spiel nicht gibt, sondern auch ganz praktische. So bewässern manche Partner die Pflanzen, kochen euch Essen und füttern die Tiere und Haustiere.

Stardew Valley ist ein fesselndes Spiel, nachdem ich nun die faszination vieler Menschen an Harvest Moon nachvollziehen kann. Für knapp 14€ gibt es Stardew Valley auf Steam oder GoG. Der Entwickler reagieren schnell auf Probleme, wirkt sympatisch und scheint wirklich an der Community interessiert zu sein. Stardew Valley ist eines dieser Spiele, dass nebenbei immer mal wieder entspannt gespielt werden kann.